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Überblick Land & Leute

Land & Leute in Venezuela

Was macht Venezuela einzigartig ?

Strand auf der Isla Margarita

Venezuela Strand

Venezuela im Norden Südamerikas zählt zu den interessantesten Ländern der beiden amerikanischen Kontinente. Es besticht durch eine Mannigfaltigkeit, die ihresgleichen sucht und sehr gut bei einem Venezuela Urlaub zu erkunden ist. Sie begründet sich in der Landesgeschichte, die älter ist, als viele vermuten würden. Bereits bevor Kolumbus Amerika entdecken sollte, lebten in Venezuela zahlreiche indigene Völker, die ursprünglich aus Asien stammten. Sie fanden ihren Weg mit Booten in ein Land, was an der Küste durch weiße Strände, mächtige Kokosnusspalmen und einen Fischreichtum begeisterte. Im Landesinneren lockten tiefe Dschungel, die ebenfalls reich an Lebensmitteln waren. Im 16. Jahrhundert gelangten schließlich die Kolonialmächte nach Venezuela und machten es sich untertan. Vor allem die Spanier prägten als Kolonialherren die Region und brachten Schwarzafrikaner als Sklaven mit. Mit den Jahrhunderten wuchs der Unmut gegenüber den selbsternannten Herren und es kam zu Aufständen sowie Kriegen. Francisco de Miranda und Simon Bolívar erreichten mit ihren Truppen im 19. Jahrhundert die Unabhängigkeit Venezuelas von den Kolonialherren. Venezuela ist heute ein Land mit einem bunten Völkergemisch, das noch immer von seinem natürlichen Reichtum profitiert und unter anderem deshalb als Reiseland so spannend ist.

Geographische Gliederung

Venezuela verfügt über insgesamt 23 Bundesstaaten, die jeweils eine Hauptstadt besitzen:
Amazonas – Hauptstadt Puerto Ayacucho – Der im äußersten Süden von Venezuela gelegene Staat ist von dichten Regenwäldern und dem Fluss Orinoco geprägt.Anzóategui – Hauptstadt Barcelona – Direkt an der Küste liegt dieser Staat, weshalb er über zahlreiche Strände verfügt.Apure – Hauptstadt San Fernando de Apure – Der Staat im Südwesten des Landes wird von den weiten Ebenen Los Llanos überzogen, die berühmt für ihre Viehherden sind.

Aragua – Haupstadt Maracay – Der nördliche Bundesstaat begeistert durch dichte Urwälder, die bis zur Küste hinabreichen und unter anderem den Henri Pittier Nationalpark beherbergen.

Barinas – Hauptstadt Barinas – Flache, weite Weideländer prägen die Region, in der einst Venezuelas Ex-Präsident Hugo Chávez geboren worden ist.

Bolívar – Hauptstadt Ciudad Bolívar – Dieser größte Bundesstaat des Landes beherbergt mit dem Nationalpark Canaima, Gran Sabana, den Tafelbergen und der Kolonialstadt Ciudad Bolívar mehrere der schönsten Sehenswürdigkeiten Venezuelas.

Carabobo – Hauptstadt Valencia – Der Staat ist äußerst bevölkerungsreich und ist nach der legendären Schlacht von Carabobo, die die Unabhängigkeit markieren sollte, benannt.

Cojedes – Hauptstadt San Carlos – Obgleich der Staat mit 14.800 km² verhältnismäßig klein ist, liegen in ihm diverse lohnenswerte Sehenswürdigkeiten wie die Thermalbäder von Aguadita oder der Stausee Cachinche beispielsweise.

Delta Amacuro – Hauptstadt Tucupita – Im äußersten Nordosten des Landes liegt dieser Bundesstaat, in dem unter anderem die indianische Ethnie Warao seit Jahrhunderten ihre Heimat gefunden hat.

Dependencias – Hauptstadt Federales Los Roques – Dieser Bundesstaat setzt sich aus einem Korallenarchipel zusammen, der durch weiße Sandstrände und kristallklares Wasser geprägt ist.

Caracas in Venezuela

Bauwerk in Caracas

Distrito Capital – Hauptstadt Caracas – Dort ist der Regierungssitz des Landes und zugleich ist es sein kulturelles sowie wirtschaftliches Zentrum.

Falcón – Hauptstadt Coro – Im Nordwesten befindet sich dieser Staat, der berühmt für seinen malerischen Nationalpark Morrocoy ist.

Guárico – Hauptstadt San Juan de los Morros – Mitten im Land liegt Guárico und wird von den fruchtbaren Weiden von Los Llanos durchzogen, die die Heimat etlicher Tiere wie Gürteltieren, Ameisenbären und Pumas sind.

Lara – Hauptstadt Barquisimeto – In diesem Staat Venezuelas werden zahlreiche Nutztiere gezüchtet und es wird Ackerbau betrieben, weswegen er einen bedeutenden Beitrag zur Wirtschaft leistet.

Mérida – Hauptstadt Mérida – Geprägt wird der Bundesstaat durch die mächtigen Anden, weshalb er ein beliebtes Ziel von Trekkingurlaubern ist.

Miranda – Hauptstadt Los Teques – Dort liegt die berühmte Barloventoküste mit vielen beliebten Stränden und Orten, zu denen unter anderem Higuerote gehört.

Monagas – Hauptstadt Maturín – Gern kommen Reisende in diesen Bundesstaat, um die Höhle Cueva del Guácharo oder das Dorf Saladero mit seinen archäologischen Funden zu besichtigen.

Nueva Esparta – Hauptstadt La Asunción – Dieser Staat setzt sich aus den Inseln Maragrita, Cubagua und Coche zusammen, die erholsame Urlaube unter der karibischen Sonne versprechen.

Portuguesa – Hauptstadt Guanare – Südlich der Anden inmitten in Los Llanos befindet sich dieser Bundesstaat, der für seinen Marienwallfahrtsort Coromoto landesweit berühmt ist.

Sucre – Hauptstadt Cumaná – Sowohl die Karibikküste des Staates als auch der anmutige Mochima Nationalpark ziehen viele Urlauber in diese Region Venezuelas.

Táchira – Hauptstadt San Cristóbal – Im Westen des Landes gelegen verfügt dieser Staat über weitläufige Ackerflächen, weshalb zahlreiche lokale Produkte von dort stammen.

Trujillo – Hauptstadt Trujillo – In den imposanten Anden liegt dieser Bundesstaat Venezuelas, der nach dem Geburtstort des spanischen Eroberers Francisco Pizarro benannt worden ist.

Vargas – Hauptstadt La Guaira – Vargas mit seiner unmittelbaren Nähe zu Caracas beherbergt den bedeutendsten Flughafen und Seehafen des Landes. Zugleich finden sich dort zahlreiche Strände, die durch den Gebirgszug Ávila eine eindrucksvolle Kulisse erhalten.

Yaracuy – Hauptstadt San Felipe – Durch eine stark hügelige Landschaft zeichnet sich dieser Staat aus, der unter anderem für seinen Nationalpark Tirgua berühmt ist.

Zulia – Hauptstadt Maracaibo – Der nordwestlichste Staat Venezuela ist durch seinen Maracaibo See weltweit bekannt, da aus diesem Erdöl in großen Mengen gefördert wird.

Bevölkerung

In Venezuela leben circa 29 Millionen Menschen, von denen die Mehrheit Mestizen sind und damit ein Mix aus europäischen Einwohnern und indigener Personen sind. Dies begründet sich in der abwechslungsreichen Geschichte Venezuelas. Im 16. Jahrhundert eroberten die spanischen Kolonialherren das Land, welches zuvor ausschließlich von indianischen Ureinwohnern bewohnt war. Auch portugiesische Einwanderer kamen in der Kolonialzeit verstärkt nach Venezuela. Rund 20 % der Landesbevölkerung machen Personen mit europäischer Abstammung aus. Dabei handelt es sich zumeist um Spanier und Portugiesen. In den vergangenen hundert Jahren kamen Deutsche, Italiener und Engländer dazu. 10 % der Bevölkerung sind afrikanischer Abstammung. Sie waren häufig Vorfahren einstiger Sklaven, die mit den Kolonialherren ins Land gebracht worden sind. Bis heute konnte sich mit einem geringen Anteil von 2 % die indianische Bevölkerung durchsetzen. Dazu zählen die indigenen Stämme der Waika, Wayúu, De’áruwa, Pemón, Warao, Yanomami, Ye’kuana und Wayapopihíwi. Einige haben bis heute einen Teil ihrer traditionellen Lebensweisen beibehalten. Teilweise vermarkten sie ihre Dörfer als Touristenattraktion, um ihr Überleben zu sichern und der Welt ihre Art zu leben zu zeigen.Der indigen Bevölkerung ist mit der Verfassung von 1999 zugesichert worden, dass ihre Sprachen neben dem Kastilisch Amtssprachen sind. Zu den bedeutendsten Sprachgruppen zählen die karibischen Sprachen, Araguaca, Tupí-Guaraní und Chibcha. Weitere indigene Sprachen sind Warao, Wayúu und Pemón.

Fauna und Flora

Playa el Agua in Venezuela

Strand von Playa El Agua auf der Isla Margarita

Venezuelas Flora und Fauna ist äußerst reichhaltig und mannigfaltig. Die Küstenlandschaften sind von Palmen geprägt, während es auf den Inseln und Halbinseln surreale Wüsten gibt. Im Hinterland dominieren weite Weidelandschaften oder imposante Gebirgszüge. Eine ganz besondere Magie geht von den dichten Dschungeln aus, die sich vornehmlich im Südosten des Landes befinden. Sie beherbergen selten gewordene Säugetierarten, Krokodile und Schlangen. Forscher gehen bis heute davon aus, dass es in diesen Regenwäldern noch Insekten und Pflanzen gibt, die noch in keinem Buch beschrieben worden sind. Aus dem tropischen Wald schießen mächtige Tafelberge empor, auf denen eine Flora und Fauna existiert, die es nirgendwo sonst auf der Erde gibt. Exquisite Gewächse der Familie Bromelien und Orchideen zählen unter anderem dazu. Kunterbunte Papageien umkreisen die Baumkronen mit einem lauten Schreien und Pfeifen, während tiefschwarze Skorpione in versteckten Winkeln der Bäume sitzen, um auf Nahrung zu warten. In den Flüssen des Orinocos schwimmen Piranhas, die sich besonders gut angeln lassen.

Kunst und Kultur

bunte Häuserwand in Puerto Cabello

Puerto Cabello in Venezuela

Venezuela brachte und bringt immer wieder Künstler heraus. Ein bedeutender von ihnen war der Maler Emilio Boggio, der im Jahr 1857 in La Guaira geboren worden ist. Er verbrachte viel Zeit in Frankreich und widmete sich ab dem Jahr 1900 ausschließlich dem Pointillismus, Symbolismus und Impressionismus. Schon früh entdeckte er seine Bewunderung für den Künstler Vincent van Gogh, was sich vor allem in den expressionistischen Charakteristika seiner Spätwerke offenbart. Schließlich avancierte er selbst zum Pionier des venezolanischen Impressionismus. Noch heute sind seine Werke in diversen Museen in Venezuela zu bestaunen. Ebenfalls im 19. Jahrhundert ist der Maler Arturo Michelena geboren worden. Er ist der erste Maler seines Landes gewesen, der im Ausland große Erfolge feiern konnte. Nach seinem Namen ist auch ein Museum in Caracas benannt worden. Nicht minder von Bedeutung war Martín Tovar y Tovar. Er ist im 19. Jahrhundert weltberühmt für seine detailgetreuen Porträts und historische Szenen geworden. Seine Bilder sind noch heute wichtige Zeugnisse aus der Zeit der Unabhängigkeitsbewegung. So durfte Tovar y Tovar 30 entscheidende Helden des Unabhängigkeitskrieges und geschichtsträchtige Schlachten malen.

Kurzer Einblick in Tanz & Malerei & Kunsthandwerk

So mannigfaltig Venezuela ist, so vielfältig ist auch die Kulturlandschaft des Landes. Sie hat Wurzeln aus der indigenen, spanischen und afrikanischen Kultur, die gelegentlich auf spannende Weise miteinander verbunden werden. Vor allem an den Küstengebieten dominiert das Musikinstrument Tambor, bei dem es sich um eine Trommel handelt. Afrikanische Einwanderer brachten sie einst mit und noch heute spielen ihre Nachfahren darauf rhythmische Klänge. Eine große Beliebtheit erfährt die Llanera. Dies ist eine Musik, die mit Gitarre, Rasseln, der Bandola und der Harfe erzeugt wird. Als typischer Tanz gilt der Joropo.

Kunst aus dem Amazonas Venezuelas

Handwerkskunst aus Venezuela

Zum traditionellen Kunsthandwerk Venezuelas gehören Steinschnitzarbeiten und Holzschnitzereien. Einst sind sie jedoch nicht zur Dekoration entworfen worden, sondern dienten als Werkzeug auf der Jagd oder zur Nahrungsmittelzubereitung. Teilweise präsentieren sie sich heute mit einem modernen Antlitz und nehmen Bezug zu historischen Ereignissen. Vereinzelt haben sie auch berühmte Persönlichkeiten des Landes als Motiv. Vor der Kolonialzeit sind ferner die ersten Tongegenstände geformt worden, die eine Bereicherung für das alltägliche Leben waren oder als Schmuck eingesetzt wurden. Ebenfalls die Weberei und Korbflechterei fand in dem venezolanischen Kunsthandwerk schon früh Einzug.

UNESCO Erben in Venezuela

Venezuela hat mit der Altstadt von Coro und der Universitätsstadt von Caracas zwei Weltkulturerbe. Die Altstadt von Coro befindet sich in dem Bundesstaat Falcon und damit im Westen des Landes. Sie begeistert durch malerische Villen und Kirchen, die einst in der Kolonialzeit entstanden sind. Besonders hervorzuheben ist die Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert und das Arcaya-Haus. Ebenso der malerische Hafen ist Teil dieses Weltkulturerbes. Die Universitätsstadt von Caracas ist 2000 von der UNESCO ausgezeichnet worden. Es ist nicht nur die größte Universität des Landes, sondern auch die älteste in Amerika überhaupt. Ihre Gründung datiert sich auf das Jahr 1721. Mit dem Nationalpark Canaima hat Venezuela ein Weltnaturerbe. Bereits 1994 ist es dazu von der UNESCO ernannt worden. Das Naturgebiet hat eine imposante Größe von 30.000 km² und ist geprägt von den majestätischen Tafelbergen sowie dichten Urwäldern. Zahlreiche endemische Arten sind dort zu bestaunen, was die Region so bedeutsam macht. Außerdem ist in dem nur spärlich besiedelten Gebiet mit dem Salto Ángel der höchste freifallende Wasserfall der Welt zu finden.

Feiertage in Venezuela

Februar/März Karneval
Karneval hat in ganz Venezuela eine große Bedeutung und wird mit imposanten Umzügen sowie rauschenden Festen gefeiert. Der Ursprung geht in das Christentum zurück. Die Karnevalszeit ist vor der Fastenzeit die letzte Gelegenheit, um sich ausgiebig Speis und Trank zu widmen. An die eigentliche Fastenzeit hält sich in Venezuela jedoch kaum jemand.
März/April Ostern
Venezuela ist ein Land, was vom Katholizismus stark überprägt worden ist. Ostern mit seiner Kreuzigung sowie Auferstehung von Jesus Christi nimmt daher einen hohen Stellenwert ein und wird mit zahlreichen Prozessionen begangen. Der zumeist feierfreudige Venezolaner nutzt zudem die freien Tage, um an den Strand zu gehen oder in die Berge zu fahren.19. April Declaración de la Independencia
Am 19. April 1810 ist der Grundstein für die Selbstbestimmung Venezuelas gelegt worden. An diesem Tag ist der einstige Generalkapitän Vicente Emparán im Rahmen einer Ratsversammlung dem Amt enthoben worden. Honoratioren übernahmen fortan Verwaltung sowie Regierung. Heute ist dieser Tag ein gesetzlicher Feiertag, da er den Schritt in Richtung Unabhängigkeitserklärung ebnete.24. Juni Schlacht von Carabobo
An diesem Datum im Jahr 1821 fand eine bedeutende Schlacht statt, die letztlich die Unabhängigkeit Venezuelas herbeiführte. Spanische Truppen gingen dabei gegen die Freiheitskämpfer unter Simón Bolívar vor. Die Royalisten unterlagen den Unabhängigkeitstruppen mit großen Verlusten und die Überlebenden versuchten zu fliehen. Heute ist das Campo de Carabobo bzw. das einstige Schlachtfeld eine wichtige Sehenswürdigkeit des Landes. Zur Erinnerung steht dort ein weißer Triumphbogen, den ein spanischer Architekt entworfen hat.

5. Juli Tag der Unabhängigkeit
Dies ist einer der bedeutendsten Feiertage des Landes. Er wird mit einem Feuerwerk in Caracas zelebriert und auch in anderen Städten finden besondere Events statt. Am 5. Juli 1811 ist die Unabhängigkeit offiziell erklärt worden, obgleich es im Nachhinein durch die Spanier noch Widerstände gab. Diese sind durch diverse Schlachten niedergelegt worden.

24. Juli Geburtsdatum Simón Bolívar
An diesem Tag gedenkt das Land an seinen wichtigen Nationalhelden Simón Bolívar, der 1783 in Caracas geboren worden ist. Er zählt zudem in vielen weiteren südamerikanischen Staaten als Held, da er die Befreiung von den Kolonialherren vorantrieb. Auch in Deutschland sowie andere europäischen Ländern stehen von ihm Büsten und Statuen.

12. Oktober Día de la Resistencia Indígena
Der Name des Feiertages bedeutet „Tag des Widerstandes der indigenen Bevölkerung“. Mit ihm soll an Resistenz der Ureinwohner gegenüber den Kolonialmächten erinnert werden. Viele Schulen führen anlässlich dieses Tages Dokumentationen vor oder machen Aufführungen, die sich mit der indigenen Bevölkerung Venezuelas sowie ihrer Kultur auseinandersetzen. Einst trug dieser Feiertag den Namen „Tag der Rasse“, was jedoch 2002 geändert worden ist.

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