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Kolumbien Sehenswürdigkeiten

7 Jan

Sehenswürdigkeiten Kolumbien- Natur und Geschichte

Sehenswürdigkeiten Kolumbien

Kolumbien bietet eine unermessliche Vielfalt an Naturphänomenen, historischen Relikten aus verschiedensten Epochen der Geschichte des Landes sowie eine abwechslungsreiche Kultur, die sich aus verschiedensten Ursprüngen zusammensetzt und in der Einheit weiterhin ihre jeweiligen Besonderheiten bewahrt.

Die 5 schönsten Sehenswürdigkeiten Kolumbiens wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und warten darauf, erkundet zu werden.

Überreste der Kolonialzeit in Cartagena

Cartagena

Früchteverkäufer in Cartagena

Cartagena de Indias gilt als eine der ersten spanischen Städtegründungen in gesamt Südamerika und kann auf eine beinahe 500-jährige Geschichte zurückblicken und ist eine einmalige Sehenswürdigkeit in Kolumbien. Besonders imposant erscheinen die massiven Befestigungen der Stadt und des Hafens, die infolge zahlreicher Überfälle durch Piraten, wie dem berühmten britischen Freibeuter Sir Francis Drake, errichtet wurden. Noch heute zeugt davon der historische Stadtkern, welcher einen direkt zurück in längst vergangene Zeiten versetzt. Die gesamte Altstadt ist nach wie vor von einem eindrucksvollen Schutzwall und zahlreichen Forts und Festungen umgeben, die sowohl die Stadt als auch den Hafen schützen sollten. Selbst die geistlichen Einrichtungen aus dieser Epoche sind als Wehrkirchen auf die Verteidigung ausgerichtet. Cartagena galt über Jahrhunderte als uneinnehmbarer Machtpol der Spanier in Südamerika und vermochte es, diesem Ruf durchaus gerecht zu werden. Jedoch sind die militärischen Anlagen bei Weitem nicht das Einzige, das die Altstadt zu bieten hat. Inmitten der Mauern befinden sich drei Stadtteile. Diese haben jeweils einen ganz eigenen Charakter, der sich aus ihren jeweiligen historischen Funktionen ableitet.
Das Centro war Sitz des Klerus sowie des Gouverneurs und des spanischen Adels. Noch heute zeugen davon die Kathedrale und die zahlreichen Kirchen und Paläste nach andalusischer Bauart. San Diego hingegen war und ist nach wie vor das Viertel der Händler und des Bürgertums, wohingegen in Getsemaní die Handwerker, Arbeiter und Armen lebten. Das alltägliche Leben in den Vierteln ermöglicht auch heute noch einen wunderbaren Einblick in die Abläufe und Strukturen der kolonialen Stadt.

Das historische Zentrum von Santa Cruz de Mompós

Mompox Kirche

Die Kirche von Mompox in Kolumbien

Ein weiteres besonders schönes Beispiel für die Überreste spanischer Herrschaft in Kolumbien findet sich in der Stadt Santa Cruz de Mompós. Die 1540 am Río Magdalena gegründete Stadt ist deutlich weiter im Landesinneren gelegen und wesentlich indigener geprägt als Cartagena. Letzteres kommt auch in der fast häufiger genutzten indigenen Schreibweise des Namens der Stadt, Mompox, zum Ausdruck. Schon die Gründungen und der Aufbau der Stadt war ein Gemeinschaftsprojekt spanischer Konquistadoren und ansässiger indigener Bevölkerung.
Im Gegensatz zu Cartagena war Santa Cruz de Mompós nicht der Sitz der Regierung und des Handels, sondern präsentiert vielmehr das normale ländliche Leben der allgemeinen Bevölkerung. Auch hier ist es vor allem die Altstadt, welche einen tiefen Einblick in die Geschichte erlaubt. In Mompós ist dieser jedoch besonders authentisch, da hier die ursprüngliche Funktion der Gebäude meist komplett erhalten ist und die Einrichtungen zu demselben Zweck genutzt werden wie vor Hunderten von Jahren. Mompós gilt als kleines, aber überaus bekanntes Zentrum der kolumbianischen Goldschmiedekunst.
Die Integration der Stadt in ihre ländliche Umgebung verdeutlicht sich sehr schön in der Architektur und der historischen Hauptstraße, welche sich sanft an den Fluss anschmiegen und die Grenze von Zivilisation und Natur aufheben. Die einzigartige Musik der Stadt gilt durch ihre Vermischung indigener, spanischer und afrikanischer Elemente als eine der gelungensten Ausdrucksformen kolumbianischer Kultur und Identität.

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Archäologischer Park in Tierradentro

Tierradentro, Colombia

Archäologischer Park in Kolumbien

Einen wesentlich weiteren Rückblick in die Geschichte des Landes bietet der Parque Arqueológico Nacional de Tierradentro. Hier im schwer zugänglichen Hinterland der kolumbianischen Anden entwickelte sich zwischen 600 und 1000 nach Christus die Tierradentro-Kultur, über die heutzutage jedoch kaum etwas Näheres bekannt ist. Fest steht, dass es sich um eine agrikulturelle Zivilisation handelte, die einen ungewöhnlich hohen Totenkult entwickelte. Die zahlreichen Felsen- und Schachtgräber sowie steinerne Figuren und farbigen Zeichnungen zeugen von der ausgeprägten Kunstfertigkeit und dem handwerklichen Geschick dieser Kultur. Die Grabbeigaben, wie Goldschmuck, fielen in den meisten Fällen Plünderungen von Grabräubern zum Opfer. Der Parque Arqueológico Nacional de Tierradentro gilt als eine der wichtigsten archäologischen Stätten zur Erforschung der Frühgeschichte des präkolumbianischen Kolumbiens und wird Wissenschaftler noch lange Zeit beschäftigen.
Heute leben in der Region die Nasa-Indígenas, welche vor allem unter der Fremdbezeichnung Paez bekannt sind. Inwieweit diese als späte Nachfahren der ursprünglichen und untergegangenen Tierradentro-Kultur gelten können, ist nach wie vor stark umstritten. Jedoch bietet die Region um den Archäologischen Park auch einen guten Einblick in die traditionelle Form der Landwirtschaft in den Anden.

Nationalpark Los Katíos

Pferde in Wildnis

Pferde bei Tayrona

Der Nationalpark Los Katíos liegt im äußersten Nordwesten Kolumbiens an der Grenze zu Panama, wo sich auch der panamaische Nationalpark Darién anschließt und das Naturschutzgebiet vollendet.
Los Katíos erstreckt sich über eine Fläche von 720 km². Während die eine Hälfte des Parks aus Tiefland-Sumpfwäldern besteht, ist die andere Hälfte vor allem durch tropische Bergregenwälder geprägt. Der Nationalpark bietet eine unschätzbare Vielfalt der Flora und Fauna des Kontinents. Von den über 600 verschiedenen Pflanzenarten sind ungefähr 25% endemisch. Das heißt, dass sie ausschließlich in dieser Region vorkommen und betrachtet werden können.
Die Einzigartigkeit der Sehenswürdigkeit besteht vor allem auch darin, dass es der einzige Ort in Südamerika mit einer dermaßen hohen Dichte von Tieren ist, die eigentlich sonst nur in Mittelamerika beheimatet sind. Viele Tierarten, die akut vom Aussterben bedroht sind oder zumindest als gefährdet gelten, wie der Mittelamerikanische Tapir, der Große Ameisenbär und der Waldhund oder das Spitzkrokodil bilden in Los Katíos einigermaßen sichere Populationen.
Des Weiteren gibt es in dem Nationalpark zahlreiche weitere Naturphänomene zu betrachten, wie den Tilupo-Wasserfall, der seine Wassermassen aus über 100 Metern Höhe ergießt und durch den Atrato gespeist wird. Dieser gilt als der Fluss mit der höchsten Fließgeschwindigkeit weltweit.
Los Katíos wurde erst im Jahre 1990 für Besucher geöffnet. Über die Stadt Sautatá kann der Park heute von kleinen Gruppen erkundet werden. Die Pfade, welche durch die nahezu unberührte Gegend führen, bieten sehr naturnahe Erfahrung und eine ausgeprägte Abenteuerstimmung.

Naturreservat Malpelo

Was für Ecuador die Galapagosinseln darstellen, ist für Kolumbien die Isla de Malpelo und die sie umgebenden kleineren Inseln Los Mosqueteros, Los Tres Reyes, Vagamares, La Torta, La Gringa und Escuba. Zusammen bildet dieser 2,5 km² große Archipel heute das Naturreservat Malpelo. Zusätzlich befindet sich auf der Hauptinsel eine kolumbianische Marinebasis, die gleichzeitig die Obhut über das Reservat innehat und gegen illegalen Fischfang vorgeht. Die Hauptinsel steigt imposant aus dem Pazifik auf und erreicht eine Höhe bis zu 300 Metern.
Wer die 500 Kilometer Anreise über die See, welche ungefähr 30 Stunden dauert, nicht scheut, erlebt einen Ort, der sowohl für Ornithologen als auch für Taucher und Naturbegeisterte jeglicher Couleur ein wahrer Höhepunkt sein wird. Die Inseln aus Vulkangestein bieten zwar nur eine sehr kärgliche Flora in Form von Gräsern und Farnen, entschädigen jedoch mit einer außergewöhnlichen Tierwelt.
Zum einen sind die Felsen Nistplatz für Tausende von Seevögeln und Jagdrevier für die damit einhergehenden auf Eierdiebstahl spezialisierten Echsen und Warane. Zum anderen stellen die Gewässer um die Isla de Malpelo eine der Weltattraktionen für Taucher dar. Besonders die hohe Dichte an Hochsee- und Riffhaien ist so selten zu beobachten. Neben den Schulen der Hammer- und Seidenhaie sowie Mantarochen können mit etwas Glück auch Walhaie und teilweise sogar Buckelwale gesichtet werden. Die Riffe sind darüber hinaus auch Lebensraum zahlreicher Muränen und unzähliger Schwärme von Kleinfischen.

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